In den Phasen der Forschung und Entwicklung sowie der Versuchsproduktion von Gummi- und Polymerwerkstoffen ist das Labor-Zweiwalzwerk ein wichtiges Gerät für die Elastomermischung. Die Präzision des Betriebs wirkt sich auf die Gleichmäßigkeit der Mischung, die Wiederholbarkeit der Versuchsdaten und die Leistung der nachfolgenden Verarbeitung aus. Um stabile und wiederholbare Mischungsergebnisse zu gewährleisten, ist es notwendig, die wichtigsten Prozessparameter zu kennen und in der Lage zu sein, häufige Fehler effektiv zu erkennen und zu beheben.
Richtlinien für die Elastomermischtechnik im Labor-Zweiwalzenstuhl: Kontrolle von Schlüsselparametern und typischer Umgang mit Fehlern
Kontrolle der wichtigsten Prozessparameter
- Temperatur der Walzen
Die Walzentemperatur ist eine Schlüsselvariable für die Kontrolle der Viskoelastizität und der chemischen Geschwindigkeit der Gummimischung.
Wichtige Kontrollpunkte: Niedrige Temperaturen erhöhen die Härte der Gummimischung und erschweren den Vorschub; hohe Temperaturen können zum Verkleben oder Verglühen der Walzen führen. Um eine stabile Gummibeschichtung zu erhalten, muss ein Temperaturunterschied zwischen der vorderen und hinteren Walze eingestellt werden.
Betriebsempfehlungen: Stellen Sie den Temperaturbereich entsprechend der Art des Elastomers ein. Bei Verwendung eines offenen Walzwerks HTR-120 von Hartek Technology beispielsweise kann die Temperaturregelungsgenauigkeit von ±2℃ eine lokale Überhitzung wirksam verhindern und eine gleichmäßige Temperaturverteilung erreichen.
- Walzenspalt
Der Walzenspalt bestimmt die Scherfestigkeit und die Verteilungseigenschaften.
Wichtige Kontrollpunkte: Ein zu kleiner Walzenspalt führt zu übermäßiger Scherung, starker Wärmeentwicklung und geringer Vorschubleistung; ein zu großer Walzenspalt führt zu unzureichender Scherkraft und schlechter Füllstoffverteilung.
Operative Empfehlungen: Verwenden Sie eine schrittweise Anpassungsstrategie. Stellen Sie in der Anfangsphase der Plastifizierung einen größeren Walzenspalt ein (z. B. 1,5-2,5 mm), um die Umschlingung der Gummimischung um die Walzen zu fördern; verringern Sie nach der Zugabe von Füllstoff schrittweise den Walzenspalt (z. B. 0,5-1,5 mm), um die Scherwirkung zu verbessern. Halten Sie eine angemessene Menge an angesammeltem Gummi während des Betriebs aufrecht und sorgen Sie für ein kontinuierliches Taumeln.
- Mischzeit und Betrieb
Die Mischzeit und die Arbeitsweise bestimmen zusammen die Gesamtmenge und die Gleichmäßigkeit des Energieeintrags.
Wichtige Kontrollpunkte: Eine unzureichende Mischzeit führt zu einer ungleichmäßigen Dispersion; eine zu lange Mischzeit kann zum Abbau der Molekülkette oder zum Verbrennen führen.
Betriebsempfehlungen: Befolgen Sie die Standard-Zuführungsreihenfolge: Rohgummi → Aktivator/Antioxidationsmittel → Füllstoff → Weichmacher → Vulkanisationsmittel. Stellen Sie die Gesamtgleichmäßigkeit sicher, indem Sie das Aussehen und die Haptik der Gummimischung beobachten und die Betriebsverfahren einhalten.

Häufige Defekte, ihre Ursachen und Gegenmaßnahmen
- Schlechte Dispersion
Symptom: Raue Oberfläche der Gummimischung mit sichtbaren, nicht dispergierten Pulverpartikeln.
Ursachen: Unzureichende Scherkraft aufgrund eines zu großen Walzenspaltes; unzureichende Mischzeit; zu schnelle Füllstoffzugabe.
Gegenmaßnahmen: Verkleinerung des Walzenspaltes, um die Scherung zu erhöhen; Verlängerung des Mischzyklus; Anwendung eines langsamen, chargenweisen Zuführungsverfahrens.
- Versengt
Symptom: Vorzeitige Vulkanisation der Gummimischung während des Mischens oder der Lagerung, was zu einem Verlust der Fließfähigkeit und der Wiederverarbeitungsfähigkeit führt.
Ursachen: Zu hohe Walzentemperatur; zu lange Mischzeit, insbesondere nach der Zugabe des Vulkanisationsmittels; falscher Zeitpunkt der Zugabe des Vulkanisationssystems.
Gegenmaßnahmen: Sofortige Senkung der Walzentemperatur; strenge Kontrolle der Zugabe von Vulkanisiermittel bei niedrigen Temperaturen (z.B. wenn die Temperatur der Gummimischung unter 100℃ fällt) und schnelles Mischen und Verformen; Überprüfung der Verbrennungssicherheit der Rezeptur.
- Festkleben an Rollen oder Ablösen
Symptom: Übermäßiges Anhaften an den Rollen oder Unfähigkeit, sich stabil um die Rollen zu wickeln.
Die Ursachen: 1. Festkleben der Walze: Oft verursacht durch zu hohe Temperatur, zu weiche Gummimischung oder zu viel Weichmacher in der Formulierung; Ablösen der Walzen: Oft verursacht durch zu niedrige Temperatur, zu harte Gummimischung oder unangemessenen Temperaturunterschied zwischen der vorderen und hinteren Walze.
- Gegenmaßnahmen: Wenn Sie an der Walze kleben, versuchen Sie, die Temperatur der Walze zu senken oder die Formulierung anzupassen; wenn Sie sich von der Walze lösen, erhöhen Sie die Temperatur der Walze, insbesondere der hinteren Walze, um die Umwicklung der Rolle zu steuern.
- Blühende
Phänomen: Frostiges Pulver erscheint auf der Oberfläche der Mischung oder des vulkanisierten Gummis.
Ursachen: Übersättigung von Mischungsbestandteilen (wie Schwefel, Beschleuniger, Antioxidantien) in der Gummimischung.
- Gegenmaßnahmen: Überprüfung und Anpassung der Rezeptur, um sicherzustellen, dass die Menge der Mischungsbestandteile innerhalb ihrer Löslichkeitsgrenzen liegt; Gewährleistung einer gleichmäßigen Durchmischung; Kontrolle der Umgebungstemperatur bei der Lagerung der Gummimischung.
- Blasen und Inhomogenität
Phänomen: Im Inneren der Gummiplatte befinden sich Blasen, oder sie weist eine ungleichmäßige Farbe oder Textur auf.
Ursachen: Zu großer Walzenspalt beim Verformen, was zu Lufteinschlüssen führt; unsachgemäßer Mischvorgang; Feuchtigkeit in den Rohstoffen.
- Gegenmaßnahmen: Passen Sie den Walzenspalt beim Entladen entsprechend an, um eine ausreichende Entlüftung zu gewährleisten; führen Sie standardisierte Wendevorgänge durch; stellen Sie sicher, dass alle Rohstoffe vollständig getrocknet sind.
Die Betriebseffizienz eines Labor-Zweiwalzwerks hängt von der präzisen Steuerung zentraler Parameter wie Walzentemperatur, Walzenspalt und Mischsequenz sowie von der Fähigkeit ab, schnell auf häufige Fehler zu reagieren. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Auswahl einer zuverlässigen Maschine entscheidend. Das Zweiwalzwerk HARTEK-120 beispielsweise bietet mit einer effektiven Walzenbreite von 300 mm, einem Blechdickeneinstellbereich von 0,2-2 mm und einem Temperaturregelsystem ein zuverlässiges Prozesssteuerungsfenster für das Mischen im Labor. Durch systematisches Parametermanagement und Problemlösung können die experimentelle Effizienz und die Zuverlässigkeit der Daten erheblich verbessert werden.


